Ende meines TOR Servers?
Seit einigen Monaten betreibe ich auf meinem Rootserver einen TOR Middleman Server. Zu Beginn war dieser auch noch als Exit Node konfiguriert, dies ist mir aber mittlerweile zu heiss geworden. Wenn ich als juristischer Laie den (langen) Artikel von Kai richtig verstehe, dann werde ich diesen Dienst bald abschalten müssen. Kai schreibt dazu:Wenn meine Lesart und Interpretation des Gesetzes und der Begründung richtig ist, gibt es bei Bestand des Gesetzes und entsprechender Auslegung seitens der Strafverfolgungsbehörden und Gerichte ab Januar 2009 keine Möglichkeit mehr, in Deutschland einen Anonymisierungsdienst ohne gleichzeitige Vorratsdatenspeicherung zu betreiben bzw. nach Anordnung zu aktivieren.
Desweiteren stellt sich die Frage, welche Logfiles ich demnächst von meinem privaten Mailserver vorhalten muss - oder einfacher gefragt: gelte ich als "Anbieter"?
Und was tut der brave Demokrat, um seinen Unmut gegen solchen Gesetzesquatsch zu äussern? Er demonstriert (friedlich). Genau das werde ich auch tun, am Samstag, 24.11. hier in Köln.
P.S.: Liebe Ex-Kollegen aus KA - kommt von euch jemand nach Köln? Wenn ja: Meldung machen
Update: siehe dazu auch dieser Artikel bei Heise.
Kategorie: Technik





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Kommentare
El'Bronkowitsch
11/22/2007 04:40
also der private Mailserver ist kein Dienst nach dem telekommunikationsgesetzt, weil du immer noch KEIN Betreiber eines öffentlichen Dienstes bist.
Dieses gesetz ist einfach komplett aus dem Zusammenhang gerissen worden, wie leider in letzter Zeit viel zu häufig üblich...
a) Du hast keine Kunden
b) Selbst wenn du nen Freund auf deinem Mailserver hättest, sind es wohl weniger als 50. (ab welcher größe man ein Telko ist wird in den vorderen Gesetzen klar defeniert, aber die werden bei der Diskussion um Gesetzesänderungen ja nie gelesen)
bei Tor-Exit-Nodes haben wir ein etwas anderes Problem.
Da müßtest wirklich src-ip-adrsse:port und dst-ip:port + Zeitstempel mitschreiben, da die anzahl der User doch etwas höher liegt.
soviel erstmal zum trivialem Rechtlichen.
Andererseits finde ich die Erfassung allen Internetverkehrs absolut nich in ordnung, da das ein Einschnitt in die privatssphäre ist und die generelle Unschuldsvermutnug erstmal ad absurdum führt.
Ja in Zeiten von Flatrates hat sich die Position der Polizei "etwas" verschlechtert, da die einzelnen Telefonate bei Telefonrechnungen nicht mehr gespeichert werden, aber muß man immer erstmal annehmen das ein Bürger kriminell ist und deswegen überwacht gehört?
ps. ich letztens wieder ne Anfrage von ner Polizeistelle abgelehnt weil sie Daten ohne Gerichtsurteil wollten... solche Schelme aber auch... ging um nen angekündigten Amoklauf, der leider nicht stattfand, öhh ich meine natürlich zum Glück...
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