Zusammen mit
geschätzten 400 Mit-Demonstranten bin ich heute
wie angekündigt quer durch Köln gedackelt, um gegen
Vorratsdatenspeicherung und den Überwachungsstaat zu protestieren. Allerdings ohne markige Sprüche zu brüllen und ohne
Transparent. Dafür habe ich zumindest einer älteren Dame am Dom erklären können, um was es überhaupt ging.
Ansonsten:
- angenehme Polizeibegleitung. Nach den Berichten der Berliner Demo hatte ich ein wenig Bammel, daß das ein wenig
massiver ausfällt. Es gab allerdings auch keinen wirklichen "schwarzen Block".
- extrem nerviger Megafon Mensch, siehe
Kommentar bei Heise. Irgendwann auf dem Ring fing er sogar an zu
singen.
- Information der Passanten mangelhaft. Es wurden zwar wirre Flyer von allen möglichen Links-aussen Gruppen verteilt,
aber viele Menschen sahen dem Marsch dann doch ein wenig ratlos nach. Immerhin war der
Motorradclub Kuhle Wampe am Start

Fotos von den wenigen Transparenten folgen noch.
- In Anbetracht der Unterstützung durch den CCC, durch den AK Vorratsdatenspeicherung und der Piratenpartei fand ich
den Zug doch sehr kurz. Wetter war schön und die Strecke ging mitten durch Köln.
Wenn ich nicht gegen die Beschneidung meiner Grundrechte demonstriert hätte, dann hätte ich auch Geld für Kamerun
sammeln können, mit Falun Gong gegen die Chinesen protestieren oder gegen die israelische Mauer. Oder aber mit
Greenpeace "Öko ist sexy" schreien oder mich mit iranischen Arbeitern solidarisieren können. Alles rund um den Dom!