Barcelona, der Montag

Da Montags viele Museen und Einrichtungen geschlossen haben bin ich auf Architekturbummel gegangen, wieder mal in ein Stadtviertel, das ich bei meinen früheren Besuchen noch nicht gesehen habe. Vorbei am Placa de Catalunya geht es den Passeig de Gracia hoch bis zum Placa de Joan Carles I. wo die Avinguda Diagonal kreuzt. Für Frauen wäre hier der Ausflug schon zu Ende, die ganzen Modeläden haben "Rebeixa", also Sommerschlussverkauf. Entlang der Carrer Gran de Gracia geht es durch den Stadtteil Gracia, einige interessante Gebäude wie die Casa Vicens liegen auf dem Weg. Anschliessend verlasse ich mich auf den Reiseführer und fahre mit der Metro zur Station die vermeintlich nahe des Eingangs zum Parc Güell liegt, das war ein grosser Fehler (den ich dem Autor auch noch mitteilen werde!). Der Park wurde nach Plänen des Architekten Gaudi angelegt, aber nie wirklich mit den angedachten Villen bebaut.
Nach ewigem Fußmarsch steil bergauf bin ich dann am oberen Eingang des Parks angekommen - trotz aller Qualen hat es sich aber gelohnt. Mit vielen Japanern (die angeblich ziemlich auf Gaudi stehen) schiebe ich mich über die verschlungenen Wege, der Blick auf die Stadt und die faszinierende modernistische Architektur entschädigen aber für Vieles.

Blick vom Parc Güell


Nach einem kleinen Snack und einer wohlverdienten Siesta geht es gegen frühen Abend noch zur Sagrada Familia. Mit den ganzen Gerüsten und Baukränen sieht die unfertige Kathedrale aber nicht wirklich attraktiv aus - vielleicht erlebe ich ja zu Lebzeiten noch die Fertigstellung. Nach optimistischen Schätzungen könnte es sogar schon 2025 so weit sein. Über die diagonal zu den sonst quadratisch angeordneten Straßen verlaufende Avinguda de Gaudi arbeite ich mich bergauf zum bisherigen Highlight: das Hospital de la Santa Creu i Sant Pau ist ein Anfang des letzten Jahrhunderts im modernistischen Stil gebautes Krankenhaus, welches trotz eines Neubaus in der Nähe auch immer noch in Betrieb ist (leider auch hier viele Gerüste und Bauabsperrungen). Beschreiben kann man den Eindruck nicht, ich hoffe die Fotos spiegeln einiges der Schönheit wider.

Pavillon im Hospital


Auf der Rückfahrt geht es nochmal in Richtung Meer, am Ende der Avinguda Diagonal steht das grösste Einkaufszentrum Spaniens (wieder so eine Frauenfalle), ich fand die Geschäfte aber eher langweilig. Also zurück ins Hotel, unterwegs noch ein Bierchen gezischt und Wasser für den nächsten Morgen gekauft.

23:30 Uhr: Uff, Verdauungsstarre! Ich habe gerade das beste Tandoori Chicken meines Lebens gegessen. Da hier im Viertel in dem mein Hotel ist (El Raval) viele Nordafrikaner und Inder bzw. Pakistanis leben gibt es neben den typischen Touristenbars mit Tapas und Paella auch einige feine Restaurants. Mich hat es zu Moti Mahal verschlagen, wo laut Bildern an der Wand auch schon Harrison Ford gegessen hat ;-) Nach "Mix Pakala" dann eine riesige Platte Tandoori Chicken. Die Pfunde die ich heute durch meine Stadtrallye verloren habe sind definitiv wieder drauf. ;-) Und wieder: Nachtspaziergang, Hotel, Bett, schlafen. Erinnerung: Bilder gibts hier.
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Kategorie: on tour
Kommentare
Hmmm, Tandoori Chicken...mir scheint, dass es sich dabei um Dein Standardgericht bei Indern handelt :-)

Eine (wohl rhetorische) Frage wirft sich nach dem Besuch der Moti Mahal Website auf: Chicken Tandoori Full oder Chicken Tandoori Half?
Mensch Porno - so gut müsstest du mich eigentlich kennen ;-)
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